GEO-Tag der Natur | Aktuelle Nachrichten und Informationen

GEO-Tag der Natur


Der GEO-Tag findet dieses Jahr am Sonntag, 14. Juni 2026, statt. Wir wollen das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Nicklas und die umgebenden Wiesen, Wege, Hecken und Gebüsche unter die Lupe nehmen. Unter der Leitung von Claudia Heyne (NABU Waldems) und Thomas Fittkau (NABU Bad Camberg) finden zwei Führungen statt. Beginn ist um 10:00 Uhr und um 14:00 Uhr.

Treffpunkt ist jeweils der Parkplatz des Schützenhauses in Bad Camberg. Die Führungen dauern jeweils etwa 3 Stunden; die Teilnehmenden sind jedoch nicht an diese Dauer gebunden. Und wer möchte, kann natürlich auch gerne vor und nach den Führungen noch auf die Pirsch gehen und die Artenliste vervollständigen.

Es wird gebeten, den Parkplatz am Schützenhaus den Schützen vorzubehalten. Parkmöglichkeiten bestehen etwa 400 m unterhalb des Schützenhauses im Bereich des Dialysezentrums in der Obertorstraße.

Wie groß ist die Artenvielfalt in unserer heimischen Natur?

Dieser Frage gehen auch in diesem Jahr wieder die NABU-Gruppen Bad Camberg und Waldems nach. In Deutschland sind derzeit über 4.100 höhere Pflanzenarten und etwa 45.000 Tierarten dokumentiert. Jede einzelne hat ihre eigene Funktion und hält das biologische Gleichgewicht aufrecht. Wie viele davon kommen rund um Bad Camberg und Waldems vor? Welche davon sind neu aufgetaucht? Welche sind verschwunden? Anhand unserer Dokumentationen können wir erkennen, wie sich das Artengefüge über die Zeit verändert.

Weltweit ist der aktuelle Verlust an Biodiversität neben dem Klimawandel eines der größten Probleme der Menschheit. Schätzungen zufolge sterben derzeit jeden Tag etwa 150 Arten aus – mit irreversiblen Folgen. Hält dieser Trend an, so wird in 100 Jahren vermutlich die Hälfte aller Lebensformen stark bedroht oder sogar ganz verschwunden sein.

Im Rahmen des 13. GEO-Tags der Natur sollen innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Arten von Lebewesen entdeckt und dokumentiert werden. Im Vordergrund steht dabei nicht der Wettbewerb untereinander. Vielmehr soll gemeinschaftlich das Bewusstsein für die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür geweckt und gestärkt werden, getreu dem Motto: Nur was man kennt, kann man auch schützen.

Die langjährige Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen: bei den bisherigen GEO-Tagen wurden teilweise über 400 verschiedene Arten entdeckt, darunter auch immer wieder seltene und bemerkenswerte, wie z.B. der Große Schillerfalter im letzten Jahr.