Ein Mähroboter im Garten ist zweifellos praktisch. Doch vielen ist nicht bewusst, dass die scharfen Messer für Tiere wie Igel eine tödliche Gefahr darstellen können. Würden Mähroboter ausschließlich tagsüber im Garten eingesetzt, könnte diese Gefahr erheblich reduziert werden.
In den letzten Jahren ist die Igelpopulation in Deutschland und anderen europäischen Ländern deutlich zurückgegangen. Die Weltnaturschutzunion führt den Igel auf der Roten Liste als „potentiell gefährdet“, was ihn besonders schutzwürdig macht.
Der Rückgang der Igel hat verschiedene Ursachen, darunter das Schwinden von Insekten, weniger naturnahe Gärten und zunehmender Verkehr. Zunehmend fallen jedoch auch Igel Mährobotern zum Opfer. Bei Gefahr rollen sich die kleinen Säugetiere zusammen und fliehen nicht – so werden sie von den Mährobotern oft verletzt oder getötet. Trotz moderner Sensorik erkennen viele Geräte diese „Hindernisse“ nicht zuverlässig. Neben Igeln sind auch Kröten, Eidechsen und andere Kleintiere gefährdet, die unter den Rand der Geräte passen. Da Igel und viele dieser Tiere vor allem dämmerungs- und nachtaktiv sind, besteht in diesen Zeiten die größte Gefahr.
Aus diesem Grund bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger in Waldems, die Mähroboter nutzen, diese so zu programmieren, dass sie nur tagsüber – von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – betrieben werden.
In zahlreichen Städten und Gemeinden wurden bereits Verbote erlassen, die bei Missachtung strafrechtlich verfolgt werden. Diesen Weg möchten wir in Waldems nicht gehen. Stattdessen appellieren wir an das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitbürger und bitten darum, diese wichtige Tierschutzmaßnahme zu beherzigen, um unsere heimische Tierwelt zu schützen.